„Regional“ und „Bio“ sind keine Gegensätze. Regional beschreibt vor allem eine räumliche Herkunft. Bio steht für rechtlich geregelte Anforderungen an Erzeugung und Verarbeitung. Ein Produkt kann regional, bio, beides oder keines von beidem sein.
Die Begriffe im direkten Vergleich
| Angabe | Was sie aussagt | Was offenbleibt |
|---|---|---|
| Aus der Region | Hinweis auf eine räumliche Nähe | Der Begriff ist nicht überall einheitlich definiert |
| EU-Bio-Logo | Erzeugung nach EU-Öko-Recht | Die Entfernung zum Verkaufsort |
| Deutsches Bio-Siegel | Freiwilliges Zusatzzeichen auf Basis der Bio-Regeln | Ob die Rohstoffe aus deiner Region stammen |
| Verbandszeichen | Zusätzliche Regeln des jeweiligen Anbauverbands | Die konkrete Entfernung |
Woran du ein Bio-Produkt erkennst
Vorverpackte Bio-Lebensmittel aus der EU tragen das EU-Bio-Logo. In der Nähe stehen die Codenummer der Kontrollstelle und eine Herkunftsangabe der Zutaten. Eine deutsche Kontrollstellennummer beginnt mit „DE-ÖKO-“ und einer dreistelligen Nummer. Das Bundesministerium erläutert diese Kennzeichnung auf seiner Informationsseite zum EU-Bio-Logo.
So fragst du im Hofladen nach Herkunft
Im direkten Gespräch kannst du genauer werden: Welche Produkte stammen vom eigenen Betrieb? Welche werden zugekauft? Aus welchem Umkreis kommen Partnerprodukte? Bei saisonalen Mischsortimenten ist diese Unterscheidung hilfreicher als eine pauschale Regional-Aussage.
Für eine persönliche Entscheidung kannst du vier Punkte gewichten: Erzeugungsweise, Entfernung, Saison und Verpackung. Je nach Produkt kann ein regionales Saisonprodukt ohne Bio-Zertifizierung genauso gut zu deinen Zielen passen wie ein zertifiziertes Bio-Produkt aus größerer Entfernung.
